Leseprobe

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Der tägliche
Spagat

Nadine Heuberger über die Kunst,
trotz allem Floristin zu bleiben.

Nadine Heuberger ahnt schon als Lernende, dass sie eines Tages wieder zurückkehren wird. Vier Jahre nach dem Lehrabschluss steht sie tatsächlich wieder im Blumen Belser im sanktgallischen Gossau und nur wenig später, mit erst 22, rutscht sie als Geschäftsführerin nach. Das war vor sieben Jahren. Seither schmeisst sie mit ihrem motivierten Team den Laden. Dessen Geschichte geht weit zurück, bis ins Jahr 1941, als die Familie Belser ausserhalb des Dorfes eine Gärtnerei übernahm. 1969 zügelte sie deren Blumenladen an die St. Gallerstrasse mitten ins Dorf, wo er immer noch steht. Einer der vier Söhne, Kurt Belser, ist der heutige Inhaber von Blumen Belser und der Mann im Hintergrund. Er steht der jungen Geschäftsführerin in strategischen Fragen zur Seite.

«Unsere Sichtweisen sind zum Teil verschieden», sagt die 40 Jahre jüngere Nadine Heuberger. Die Floristin empfindet den Generationenunterschied aber als bereichernd, gelegentliche Meinungsverschiedenheiten miteingeschlossen. Sie liessen eine gute Dynamik entstehen, sagt sie. Und sie erfahre dadurch viel über früher, über die strengeren, aber auch rosigeren Zeiten. Als die Grossverteiler zum Beispiel noch keine Blumen verkauften und im Trauerfall noch viel mehr Blumen und Kränze bestellt wurden. Und auch, als noch nicht immer alles sofort gewünscht und erwartet wurde. Sie kann wiederum die Chancen aufzeigen, die sich heute einem Geschäft bieten…


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